Nachdem Kant jede theoretische Theologie, die versucht, Gott an sich zu erkennen und zu beweisen, abgewiesen hat, entwirft er eine Moraltheologie: Wenn es keinen Gott und kein Leben nach dem Tod gibt, dann ist derjenige, der moralisch handelt und dem Gebot seiner eigenen Vernunft folgt, töricht. Dies soll er nicht sein, also ist es vernünftig, auch ohne Beweis um der Moral willen an Gott zu glauben.
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Kurze und bündige Darstellungen des moralischen Gottesbeweises gibt Kant im Kanon der reinen Vernunft in seiner Kritik der reinen Vernunft, im Zweiten Hauptstück der Dialektik der reinen praktischen Vernunft in der Kritik der praktischen Vernunft, in den §en 86-91 der Kritik der Urteilskraft und in seinem kurzen Aufsatz Was heißt: sich im Denken orientieren?