Der Mensch soll seine Affekte und Leidenschaften bezähmen. Das ist moralisch geboten, denn durch sie schadet er anderen und verliert nicht zuletzt die eigene Vernunft und damit seine Freiheit und Menschenwürde. Es ist aber auch pragmatisch geraten, denn die Affekte und Leidenschaften bringen alles mögliche Unglück über den Menschen, ein gleichmütiges Leben, das frei von ihnen ist, ist daher ein glücklicheres Leben.
Affekte und Leidenschaften bespricht Kant vor allem in seinen Arbeiten zur Anthropologie, also in seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, seinen Anthropologie–Vorlesungen und seinem handschriftlichen Nachlasses zur Anthropologie.