Kants Position den Tieren gegenüber wird oft attackiert, aber meist völlig missverstanden. Wir haben nach ihm keine Pflichten gegen Tiere, aber doch Pflichten in Bezug auf Tiere. Rechtlich sind sie Sachen, können also besessen und benutzt werden und haben keine Rechte, wie sie auch keine Pflichten haben. Wir sollen dennoch pfleglich mit ihnen umgehen. Nicht um ihrer, sondern um unserer selbst willen: Weil es unserer eigenen Menschenwürde unangemessen wäre, uns nicht wie vernünftige Wesen zu betragen und nicht zweckmäßig zu handeln. Kants Moralphilosophie ist damit eine, die nicht nur den achtlosen Umgang mit Tieren, sondern selbst mit leblosen Gegenständen verbietet.
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Eine kleine Korrektur: Es war nicht Mohammed, sondern dessen Schwiegersohn Ali, der riet, den eigenen Magen nicht zum Grab der Tiere zu machen.

Das moralische Verhältnis zu den Tieren und wie wir mit ihnen umgehen sollten ist Thema in der Metaphysik der Sitten und den Vorlesungen über Moralphilosophie.

Wer an Kants eigenem Verhältnis zu Tieren interessiert ist, sollte die Lebensbeschreibungen seiner Bekannten lesen, insebesondere Ehregott Andreas Christoph Wasianskis Immanuel Kant in seinen letzten Lebensjahren.

Auf die Natur der Tiere im Gegensatz zur menschlichen kommt Kant an verschiedenen Stellen seiner Vorlesungen über Metaphysik sowie seiner Vorlesungen über Anthropologie zu sprechen.