Alles moralische Handeln arbeitet hin auf die Verwirklichung des höchsten Guts: Eine Welt, in der die Menschen Glückseligkeit haben und auch verdienen. Aber Kants Leistung ist, zweierlei gezeigt zu haben: Das höchste Gut steht nicht am Anfang, sondern am Ende der Moral, wir sollen es nicht verwirklichen, weil es gut ist, sondern weil wir es verwirklichen sollen, ist es gut. Und die beiden Hälften des höchsten Guts können in der Sinnenwelt nicht vereinigt werden – womit es über die Sinnenwelt hinaus auf eine übersinnliche Welt weist und die Brücke schlägt von der Moral- in die Religionsphilosophie.
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Das höchste Gut behandelt Kant in seiner Kritik der reinen Vernunft und vor allem in seiner Kritik der praktischen Vernunft.